Juliusz-Słowacki-Theater

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Eine der berühmtesten und bedeutendsten polnischen Bühnen, gegründet 1893. Das Słowacki-Theater zählt zu den bemerkenswertesten Theaterbauten in Europa.

Das Theatergebäude wurde in den Jahren 1891-1893 an der Stelle des abgerissenen Heiliggeistklosters errichtet, was erheblichen Widerstand unter den Krakauer Historikern, Konservatoren und Künstlern erregte. Der Maler Jan Matejko, der vehement für den Erhalt der mittelalterlichen Baudenkmäler gekämpft hatte, legte aus Protest seine Ehrenbürgerschaft nieder.

Das von Jan Zawieyski entworfene neue Gebäude des Stadttheaters war das größte Krakauer Bauvorhaben im 19. Jahrhundert und – interessanterweise – das erste Gebäude mit elektrischer Beleuchtung. Das Bauwerk ist eklektisch, wobei neubarocke Elemente vorherrschen. Hier fand 1901 die Premiere des Dramas Die Hochzeit statt, das zu den Schlüsselwerken der polnischen Literatur gehört und einen prägenden Einfluss auf das polnische Nationalbewusstsein hatte.

Ursprünglich trug das Stadttheater den Namen des polnischen Komödiendichters Aleksander Graf Fredro, wovon noch die vor dem Haupteingang stehende Büste zeugt. Endgültig wurde das Haus im Jahr 1909 nach dem polnischen Dichterfürsten Juliusz Słowacki zu dessen hundertjährigem Geburtstag benannt.

Am 14. November 1896 fand im damaligen Städtischen Theater die erste polnische Darbietung des Kinematographen der Brüder Lumière statt, bei der zwölf Filme gezeigt wurden. Die Vorführungen fanden vor den abendlichen Theatervorstellungen statt und erfreuten sich großer Beliebtheit. Innerhalb von zwei Monaten wurden sie von zigtausenden Krakauern – etwa jedem achten Einwohner – besucht.

Heute betreibt das Juliusz-Słowacki-Theater zusätzlich die Bühne Scena Miniatura, die seit 1976 im ehemaligen Elektrizitätswerk des Theaters untergebracht ist, die in den Sommermonaten geöffnete Freilichtbühne Scena przy Pompie (An der Pumpe) mit ihrem Off-Programm sowie den Krakauer Poesiesalon der Schauspielerin Anna Dymna. Institutionell ist das Theater auch mit dem kleinpolnischen Garten der Kunst in der Rajska-Straße verbunden.

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