Kościuszko-Hügel

al. Waszyngtona 1

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Ort des Gedenkens an den großen Kämpfer für die Unabhängigkeit Polens und der Vereinigten Staaten, populäres Ziel für Spaziergänge und ein fantastischer Aussichtspunkt. Bei gutem Wetter sind die 100 Kilometer weit entfernten Gipfel der Hohen Tatra zu sehen!

Der beliebteste Weg zum Hügel führt von der Straßenbahnschleife Salwator über die Bł.-Bronisławy-Straße über eine Anhöhe (Sikornik oder Bronislawa-Berg genannt), die schon in der Frühzeit der Besiedlungsgeschichte der heutigen Stadt Krakau bewohnt war. Letzteren Namen verdankt sie der Norbertinerin Bronislawa, die hier in einer Einsiedelei im Wald lebte und im Ruf der Heiligkeit starb. Es heißt , das eine ihrer Ordensschwestern, die an Bronislawas Berichten über ihre mystischen Visionen zweifelte, daraufhin den Verstand verloren habe.

Auf dem Weg kommen wir an einer malerischen Villensiedlung aus dem frühen 20. Jahrhundert vorbei, die nach der Idee der sogenannten Gartenstadt angelegt wurde, danach am Salwator-Friedhof, der als die am schönsten gelegene Nekropole Krakaus gilt. Hier ruht unter anderem der weltberühmte Science-Fiction-Aitor Stanisław Lem.

Der Erdhügel selbst ist das symbolische Grab Tadeusz Kościuszkos, des großen Freiheitshelden, der sich zuerst um die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika verdient gemacht hat und später für die Freiheit Polens kämpfte. Seine Form bezieht sich auf die frühmittelalterlichen Kurgane im Krakauer Stadtgebiet, die nach dem sagenhaften Stadtgründer Krak und seiner Tochter Wanda benannt sind. An seiner Errichtung in den Jahren 1820-1823 beteiligten sich Polen aus allen drei Teilungsgebieten (also den gegen Ende des 18. Jahrhunderts an Russland, Österreich und Preußen angeschlossenen polnischen Gebieten). Die Gedenkstätte wurde bald zum Zeichen des solidarischen Kampfes „für unsere und eure Freiheit“, das die Polen an die heroischen Zeiten erinnern und ihnen Lebensmut geben sollte.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Hügel von der österreichischen Armee übernommen und in das gewaltige Verteidigungssystem der sogenannten Festung Krakau einbezogen. Der Kościsuszko-Hügel wurde von einem großen Fort umgeben, blieb aber kraft eines vorab gegebenen Versprechens für die Bevölkerung zugänglich. Heute, im endgültig freien Polen, sind in den renovierten Miltärgebäuden Ausstellungen über Tadeusz Kościuszko und andre Nationalhelden, die Festung Krakau und die vier Krakauer Kurgane zu besichtigen.

Geöffnet von 9 bis zu der Abenddämmerung
Eintrittskarten: regulär PLN 14, ermäßigt PLN 10, Familie PLN 3-40

Besichtigen Sie auch:

  • die neugotische Bronislawa-Kapelle
al. Waszyngtona 1
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